Sonntag, 23. Februar 2014

Umzug!

Ab sofort auf www.livingwithwords.de zu finden. : )

Motherbird out.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Filmkritik / Review Stromberg Der Film

Filmkritik / Review
Stromberg – Der Film (Trailer)

Seit nunmehr 10 Jahren kopieren Ralf Husmann und Brainpool Stromberg erfolgreich die britische Comedy-Fernsehserie von und mit Ricky Gervais. Während es das Originalformat nur auf zwei Staffeln geschafft hat, gab es in Deutschland fünf Staffeln, die über die Jahre eine große Fanbase aufbauen und vor allem halten konnten. Während zu Beginn der Serie die baldige Absetzung auf Grund fehlender Zuschauerzahlen drohte, hielten die Verantwortlichen trotzdem an dem Konzept fest und brachten Stromberg zurück auf die Erfolgsspur. Allen voran machte sich Christoph Maria Herbst in seiner Rolle als zynischer und politisch-unkorrekter Abteilungsleiter der Capitol Versicherung bei den Deutschen unsterblich und so kam bereits vor einiger Zeit die Idee auf, einen Kinofilm auf die Leinwand zu bringen. Ursprünglich angedacht als eine Art Einleitung zur 4.Staffel, musste man schnell aus finanziellen Gründen die Planung vorerst auf Eis legen und zum Serienalltag zurückkehren. Ein paar Jahre später entwickelte sich ein Finanzierungsmodell, mit dem bislang niemand in Deutschland gerechnet hat – das Crowdfunding. Nach einer Woche, von angesetzten drei Monaten, investierten tausende Fans das benötigte Geld und ebneten mit diesem Pioniergeist den Weg für Papas großen Auftritt, der die Geschichte nach der 5.Staffel weitererzählt und Stromberg das verdiente Ende bescheren sollte. Ich habe mich am Dienstag zur Premiere ins Kino begeben und war zusammen mit 114 anderen Kinos in Deutschland live zugeschaltet zum roten Teppich in Köln. Viele Interviews und Blödelein mit Joyce und Steven Gätjen später, konnte der Film endlich beginnen.

Storyanriss:
Die CAPITOL feiert 50jähriges Bestehen und lädt alle Mitarbeiter zu einer großen Firmenfeier ein. Während Ernie (Bjärne Mädel) sich akribisch auf die Feierlichkeiten vorbereitet, weil er sich vor Ort für einen Job in der Firmenzentrale bewerben will, verbietet Stromberg zunächst der gesamten Abteilung zum Jubliäum zu fahren. Als er jedoch durch Zufall von einer möglichen Schließung der gesamten CAPITOL-Niederlassung erfährt, will auch er sich einen Job in der Zentrale sichern und organisiert kurzerhand den Trip für sich und seine Kollegen. Neben Ernie sind natürlich auch Kollegenpaar Ulf (Oliver Wnuk) und Tanja (Diana Staehly) samt Pflegesohn Marvin sowie Bernd Strombergs Lieblingskollegin Jennifer „Schirmchen“ Schirrmann (Milena Dreißig) dabei, die vor Ort alle mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. Auf den Festlichkeiten liefern sich Ernie, Stromberg und dessen ehemalige Chefin Tatjana Berkel (Tatjana Alexander) ein Duell um die Gunst der Entscheidungsträger. Das es hierbei nicht immer mit fairen Mitteln zugeht, kommt nicht überraschend.

Firmenfeiern sind wie das letzte Abendmahl. Immer zu wenig Weiber, das Essen ist schlecht und am Ende gibt’s Ärger.

Fazit:
Für mich, der die Serie nicht intensiv verfolgt hat, war interessant, ob der Film so auch funktionieren würde. Und verdammt: JA! Er tut es und das sehr gut. Ein voller Kinosaal mit Stromberg Fans machte diesen Filmabend zu einem tollen Erlebnis. Selten wurde so viel und so laut gelacht und geklatscht während meiner Kinobesuche. Genau für solche Momente habe ich mich für die Kinoflat entschieden, denn als Nichtfan und mit einer gewissen Grundskepsis zu deutschen Filmen, wäre ich unter normalen Umständen wohl nie für Stromberg ins Kino gegangen. Und ich hätte hier einfach was verpasst. Die gewisse Metaebene die durch den dokumentarischen Stil aufgebaut wird und uns einfach auch so realistisch die Firmenfeier einer Versicherung darstellt, funktioniert im Kino genauso gut wie im Fernsehen. Schon letztes Jahr bewies Bora Dagtekin mit Fack ju Göhte, dass es in Deutschland nicht nur noch Schweighöfer und Schweiger gibt und man mit einer guten Komödie durchaus die Spitze der Charts in Deutschland gegen die übermächtige internationale Konkurrenz verteidigen kann. Somit freut es mich umso mehr, dass mit Stromberg ein guter Film produziert wurde und die Fans und Investoren sicherlich zufrieden mit dem Ergebnis und dem Abschluss dieser 10jährigen Ära sein können.

Film: 3,0/5
Kinoerlebnis: Aufwertung um +1
Empfehlung: Kino mit Freunden wäre perfekt.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Filmkritik / Review Homefront

Filmkritik / Review
Homefront (Trailer)

Homefront
Eieiei, ein neuer Statham-Actioner erblickt das Licht der Welt und ich hatte richtig Bock drauf! Stumpfe, aber sehr stylisch-choreographierte Action ist sein Steckenpferd aber das muss ja nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, oder? Nicht jeder Film muss Arthouse-Ansprüche erfüllen, sondern kann auch einfach mal leichte Kost für zwischendurch sein und trotzdem gefallen. Während er mit Bube, Dame, König, grAS, The Transporter, The Italian Job, Snatch oder auch Crank bewies, dass es durchaus eine Nische für ihn gibt, hatte er auch mit beispielsweise Ghosts of Mars oder The One paar gute Gurken in seiner Vita. Doch wo kann sich Homefront einordnen?

Storyanriss:
Zu Beginn der Geschichte sehen wir unseren Hauptprotagonisten Phil Broker (Jason Statham) wie er Undercover für die DEA einen Drogenring hochnimmt und mit ansieht, wie der Sohn des Gangchefs Danny T erschossen wird. Kurz darauf verabschiedet er sich aus dem aktiven Dienst und versucht sich mit seiner Tochter ein ruhiges Leben in einer Kleinstadt aufzubauen und den Tod seiner Frau zu verarbeiten. Doch der Frieden hält nicht lange als es sich Broker mit der Schwester des dort ansässigen Drogenbosses Morgen „Gator“ Bodine (James Franco) verscherzt. Dieser bricht in Brokers Haus ein und findet dabei Unterlagen über Phils DEA-Vergangenheit, die er für sich nutzen will um, mit Hilfe seiner Freundin Sheryl (Winona Ryder), einen Deal mit dem rachsüchtigen Danny T auszuhandeln. Weitere Konflikte sind vorprogrammiert und es wird im Fortschritt der Geschichte immer persönlicher!

Du gehst wie ein Cop. Du kämpfst wie ein Cop. Du stinkst sogar wie ein Dreckscop.

Fazit:
Während ich noch bei Snitch ein wenig gelangweilt vom langsamen Pacing war und mir ein stückweit mehr Action mit Dwayne Johnson gewünscht hätte, fand ich bei Homefront die Mischung gelungener. Etwa Zweidrittel des Films schlugen einen eher ruhigen Pfad ein, bis Jason Statham wieder beweisen konnte, warum er zur aktuellen Topriege der Actionstars gehört – wenn auch dieses mal ohne Anzug und Schlips. Homefront ist kein schlechter Film aber sticht auch nicht wirklich aus der Masse heraus um ein mehrmaliges Angucken zu rechtfertigen. Vorab habe ich mich vor allem auf James Franco als lokalen Drogenboss gefreut, der mir in den Trailern deutlich mehr zusagte, als sein lächerlich wirkender Alter Ego aus Spring Breakers. Diese Cornrows und Grillz, oh man! Doch leider blieb seine Rolle, nicht etwa die Leistung James Francos, zu blass und verschenkte viel Potential. Mit diesen Abzügen bleibt nur zu sagen, dass Homefront deutlich unter meinen Erwartungen blieb.

Film: 1,5/5
Kinoerlebnis: kein Profit
Empfehlung: Kino? Nein. DVD/Free-TV? Vielleicht.
Tipp: Gebt euch lieber Walking Tall mit The Rock und Johnny Knoxville, für mich der bessere Homefront

Sonntag, 16. Februar 2014

Filmkritik / Review Die Eiskönigin / Frozen

Filmkritik / Review
Die Eiskönigin – Völlig unverfroren // Frozen (Trailer)

Seit dem 17. Januar ist Disney mit ihrem eigenen TV-Sender nicht nur zurück auf den deutschen Flimmerkisten, sondern auch wieder in aller Munde. Gibt es eigentlich Menschen, die Walt Disneys Gesamtwerk nicht mögen? Ich kann es mir kaum vorstellen. Während das Disney-Franchise schon lange als Talentschmiede in Amerika gilt und regelmäßig Kinderstars groß rausbringt und sich seit wenigen Monaten an einer neuen Star Wars Trilogie versucht, lieben wir sie doch eigentlich für etwas anderes - unserer tollen Kindheit. Über viele Jahrzehnte lassen die Studios Kinderherzen höher schlagen mit ihren Klassikern wie Der König der Löwen oder Die Schöne und das Biest. Bereits zu Weihnachten des letzten Jahres erschien unter der Regie von Chris Buck (Tarzan) das neueste Werk Die Eiskönigin – Völlig unverfroren. Darf man den Zahlen vertrauen, ist die Eiskönigin schon jetzt einer der erfolgreichsten Filme des Walt Disney Teams ever, ever, ever.. und so habe auch ich mich glatt ins eiskalte Abenteuer für Groß und Klein gestürzt.

Storyanriss:
Elsa und Anna sind Geschwister und Prinzessinnen des Königreiches Arendelle. Elsa besitzt die Fähigkeit Schnee und Eis zu erzeugen und verletzt bei einer Spielerei versehentlich ihre Schwester Anna. Anna droht der Tod, wird jedoch durch die Magie der Trolle geheilt und jegliche Erinnerung an Elsas Kräfte genommen. Daraufhin lebt Elsa abgeschottet von ihrer Schwester um sie nicht in Gefahr zu bringen, bis sie eines Tages nach vielen Jahren zur Königin gekrönt werden soll. Bei den Festlichkeiten gibt es jedoch einen emotionalen Vorfall der Elsas Kräfte für das gesamte Volk und Anna sichtbar macht. Königin Elsa flüchtet in die Berge und verwandelt den Sommer in den ewigen Winter, woraufhin sich ihre Schwester auf eine abenteuerliche Reise begibt um sie zurückzubringen. Unterstützung findet sie hierbei beim Eislieferanten Kristoff, seinem besten Freund Rentier Sven und Schneemann Olaf.

Ich bin Olaf und ich liebe Umarmungen!

Fazit:
Super! Klasse Disney-Film und ein großer Spaß für die Famile. Der Film überzeugt vor allem durch tolle und liebevolle Charaktere, Witz & Charm, skandinavischen Landschaften und dem wie üblich starken Soundtrack. Allein der hochsympathische und liebevolle Schneemann Olaf, im Deutschen gesprochen von Hape Kerkeling, macht den Film rundum zu einem spaßigen Erlebnis. Die Nostalgiebrille macht die Disney-Klassiker für mich zwar immer noch besser, aber objektiv betrachtet ist Disney mit Die Eiskönigin ein würdige Nachfolger gelungen, den man nicht verpassen sollte, wenn man sich das innere Kind bewahrt hat und es hin und wieder mal gerne an die Oberfläche lässt.

Film: 3,5/5
Kinoerlebnis: Aufwertung +0,5
Empfehlung: Familientag! Ob im Kino oder DVD ist hierbei ganz egal.

Freitag, 14. Februar 2014

Filmkritik / Review 47 Ronin

Filmkritik / Review
47 Ronin(Trailer)

Es sollte Keanu Reeves erfolgversprechende Rückkehr auf die große Kinoleinwand werden, doch entpuppte sich als finanzieller Flop an den Kassen - doch auch inhaltlich?

Regisseur Carl Rinsch und Hauptdarsteller Keanu Reeves nahmen sich bereits vor einigen Jahren des Stoffes um die legendären 47 Ronin an. Der Film basiert lose auf eine wahre Begebenheit, wurde jedoch stark für das westliche Publikum „hollywoodisiert“ und zu Beginn des Jahres dem breiten Publikum präsentiert. Von den Kritikern abgestraft, wollte ich mir dennoch ein eigenes Bild vom Film machen und nutzte die rote Pille in Form meiner Kinoflatrate um mit Keanu Reeves in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus einzudringen. Bedenke, alles was ich dir anbiete ist die Wahrheit, nicht mehr.

Storyanriss:
Der Film verfolgt die Geschehnisse aus der Sicht von Kai (Keanu Reeves), der zu Beginn in einer Rückblende von Fürst Asano in einem Wald gefunden und verschont wird. Asano und seine Tochter Mika (Ko Shibasaki) päppeln den verwahrlosten Kai wieder auf, woraufhin dieser ewige Treue und Dankbarkeit gegenüber Asano und Mika schwört. Kai muss aber auf Grund seiner Herkunft außerhalb des Dorfes im Schatten der Gesellschaft leben. Über die Jahre entwickelt sich zwar ein inniges Verhältnis zwischen Mika und Kai, welches jedoch unter keinem guten Stern steht, weil der gesetzlose Krieger von Asanos legendärer Samurai-Gefolgschaft verachtet und nicht akzeptiert wird. Fürst Asanos Volk bereitet sich derweil auf das jährlich stattfinde Kampfturnier, ausgerufen von Shogun Tsunayoshi, vor, in dem die mächtigsten Fürsten des Landes ihre stärksten Kämpfer im Rahmen großer Festlichkeiten gegeneinander antreten lassen. Im Verlauf des Turniers fingiert Fürst Kira (Tadanobu Asano) einen Angriff des vergifteten Asanos auf sein Leben und sorgt so dafür, dass Asano zum Wohl seines Volkes und der Wiederherstellung der Ehre den Freitod durch Seppuku wählt. Kira bekommt daraufhin die Länderein Asanos, die Erlaubnis nach einem Jahr Trauerphase Mika zu heiraten und entmachtet sowie verbannt die Samurai, die sich nun in Japan verstreuen müssen. Im Verlauf des Films verbünden sich Kai und der Anführer der Samurai, Oishi (Hiroyuki Sanada), trommeln die ehemaligen Samurai zusammen und versuchen nun als die 47 Ronin trotz aller Verbote den Tod Asanos zu rächen, dessen Ehre wiederherzustellen und seine Tochter Mika zu befreien.

Ich werde nach euch suchen in 1000 Welten und in 10000 Leben, bis ich euch finde.
Ich werde in jedem einzelnen auf dich warten.

Fazit:
Ich fand ihn besser als erwartet. Zugegeben, es ist kein Meilenstein der Filmgeschichte und wird sicherlich kein Klassiker, jedoch fand ich 47 Ronin durchaus unterhaltsam und konnte mich an der stellenweise guten visuellen Umsetzung erfreuen. Auch wenn dieser Film ohne Keanu Reeves funktioniert hätte, hat er eine solide Performance abgeliefert und ich habe mich gefreut ihn mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen und nicht bei Sharknado 2. Ohne viel zu spoilen, sei auch gesagt, dass ich das Ende sehr interessant und gut umgesetzt fand, denn es hat meine Erwartungshaltung an ein typisches Hollywood-Ende eben nicht bestätigt.

Film: 2/5
Kinoerlebnis: Aufwertung um +0,5
Empfehlung: DVD oder Free-TV für einen verregneten Sonntagnachmittag

Donnerstag, 13. Februar 2014

Cin(e)vasion

.. der Vorhang schiebt sich zur Seite, Lichtquellen werden auf ein Minimum gedimmt, letzte Nachzügler suchen mit einem Kinoticket in der einen und einer überteuerten Familienpackung Popcorn in der anderen Hand ihre Sitzplätze. So oder so ähnlich sieht es aus, wenn ich einem meiner Lieblingshobbys nachgehe: Filme gucken, vor allem im Kino. Kinobesuche sind für mich eigentlich immer etwas Besonderes. Nicht falsch verstehen! Auch DVD-Abende sind klasse, ob allein an einem verregneten Sonntagnachmittag, in gemütlicher Zweisamkeit oder mit den besten Freunden. Alle Varianten haben durchaus ihre Argumente, jedoch hat ein Kinobesuch für mich immer noch eine speziellere Dynamik.

Wenn man sich mit seiner Begleitung auf einen Film geeinigt hat, beginnt erst mal das große Philosophieren über die negative Entwicklung der Ticketpreise und während man sich auskotzt, schleicht man mit rollenden Augen und tiefen Seufzern an sämtlichen gierig schauenden Popcornverkäufern, die einem das letzte Geld aus den Taschen leiern wollen, vorbei zum Saal. Doch anstatt endlich den gewünschten Film gezeigt zu bekommen, darf man sich erst mal eine halbe Stunde Werbung reinziehen.

Viele werden sich jetzt denken.. „oh man, lohnt sich alles ja eh nicht und ist total nervig!“ ..doch für mich trifft das nicht zu. Zugegeben: die Preispolitik vor allem bei Essen&Trinken ist nicht nachzuvollziehen, den Punkt gebe ich euch. Doch die Werbung ist für mich irgendwie ein wichtiger Bestandteil des Kinos. Sie ist häufig kreativer als die gängige Werbung im TV und durch die Filmtrailer hat man direkt neue Filme auf seiner Wunschliste. Sicherlich sind viele Filme den teuren Ticketpreis nicht wert und vor allem ist es stellenweise eine Farce gezwungen zu werden manche Filme in 3D sehen zu müssen, bei denen der Effekt super schlecht genutzt wird und zusätzlich häufig keinen Studentenrabatt bekommt. Aber man muss auch sehen, dass sich die Kinos trotz schwieriger Zeiten in den letzten Jahren mit vielen Aufrüstungen wie verbesserte Leinwände allgemein, für HFR, 3D oder Soundkinos den neuen technischen Ansprüchen und Anforderungen angepasst haben. Aus diesen Gründen ist eine Preiserhöhung durchaus nachvollziehbar aber selbstverständlich auch der Grund, warum man oft einen DVD-Abend vorzieht. Und da schließe ich mich selbst nicht aus.

Jedoch keimte ihn mir schon seit Jahren der Gedanke, den Spieß einmal umzudrehen. Statt nicht ins Kino zu gehen und Filme in mittelmäßiger Qualität zu gucken und womöglich coole Erlebnisse zu verpassen, wollte ich die Möglichkeit nutzen in jeden Film gehen zu können wie und wann ich will. Das bedeutet, nicht mehr ewig abwägen, ob man Film X wirklich im Kino gucken sollte, oder sich das Geld überhaupt lohnt, sondern vorab sich von all diesen Zwängen lösen und befreit genießen was Hollywood und Co. für uns produzieren. Doch wie schafft man das?

Man kann sich wie ich dafür entscheiden eine 1-Jahres-Kinoflat zu kaufen. Wer recherchiert wird feststellen, dass es praktisch nur ein Angebot dafür in Berlin gibt und das dieses einen ziemlich happigen Preis hat. Ja es ist teuer, aber es ist nicht unmöglich diese Investition von 400€ in Filme umzusetzen und sogar mehr dabei herauszuholen. Inbegriffen in diesem Angebot sind sämtliche Zuschläge für Überlänge, Wochenendaufpreis, 3D, HFR, Logensitzplätze sowie Specials wie Sneakpreviews. Für ein normales Ticket löhnt man schon mal gerne 8-13€. Gehen wir von etwa 10€ aus, sind das 40 Filme die ich gucken müsste verteilt auf 52 Kalenderwochen. Das klingt nicht nur machbar, sondern ist es auch.

Kino ist für mich auch immer Erlebnis. Ich denke gerne an die Vorstellungen zu Little Big Soldier auf der Berlinale oder The Wolf of Wallstreet zurück in denen ich zusammen mit dem Rest des Publikums Tränen gelacht habe oder das ein oder andere Paranormal Activity Sequel, in denen wir gemeinsam Frame um Frame des Bildes nach Auffälligkeiten absuchten, um dann letztlich doch den Jumpscares zu erliegen - herrlich. Von solchen Momenten wünsche ich mir mehr. Ich denke, dass das nächste Jahr so viele Kinoreleases bietet, die mich nicht nur mein Pensum schaffen lassen, sondern mir auch die gewünschten Momente liefern um das Projekt der Cin(e)vasion zum Erfolg zu machen.

So erwarten uns inhaltlich mit Filmen wie unter anderem American Hustle, 12 Years a Slave, Dallas Buyers Club oder Christopher Nolans neusten Streich Interstellar klasse Filme. Und auch für Fans des Effektkinos ist 2014 mit 300 Rise of an Empire, Noah, Transformers 4, The Amazing Spider-Man 2, Godzilla, X-Men Days of Future Past oder Planet der Affen Revolution genug Stoff vorhanden, den man lieber auf der großen Leinwand als im stillen Kämmerchen zu hause erleben will. Genauso freue ich mich auf Sin City 2 oder The Lego Movie und das ist nur ein kleiner Auszug von dem was uns erwartet in den nächsten 12 Monaten.

Ich möchte dieses kleine Experiment und die Frage, ob es sich gelohnt hat mit meinem Blog begleiten und so werde ich hier regelmäßig über die neusten Kinofilme schreiben und meine persönliche Einschätzung dazu abgeben. Natürlich freue ich mich wie immer ganz besonders auf mein Lieblingsereignis des Jahres – die Oscars. So werde ich ab Freitag, dem 21.Februar täglich einen nominierten Film aus der wichtigsten Kategorie Best Picture vorstellen und besprechen. Am 2.März, dem Oscarsonntag, wird es von mir noch meine persönlichen Einschätzungen und Tipps zu den begehrten Goldjungs geben.

Motherbird out.

Freitag, 17. Juli 2009

Ein Abend, viele Emotionen

Sorry, dass dieser Post nun erst so verspätet kommt und die Form auf Grund der vielen Bilder ein wenig an Qualität eingebüßt hat, aber ich hoffe, es gibt trotzdem noch ein paar Leute, die ihn gerne lesen wollen.
das Estrel in Berlin Neukölln


Wochenlange Vorbereitungen für einen Abend hat man sicherlich nicht oft, doch für diesen einen besonderen Abend haben wir all die Strapazen doch gerne auf uns genommen, die Rede ist vom Abiball. Während wir Männer zugegebener Maßen weniger Aufwand hatten und mit der Allrounder-Formel für einen guten Abend: gut sitzender Anzug + passende Schuhe = stilsicheres Auftreten recht entspannt an den Abend gehen konnten, musste das weibliche Geschlecht doch unweit mehrAbimotto Zutaten besorgen, um ihrem Abiballabend die richtige Würze zu verleihen und perfekt vorbereitet diesen großen Abend bestreiten zu können. Zutaten für den perfekten Abiball
Huch, wo kommt denn dieser Einkaufszettel her?

Twailer mit Freund PitDer 28.06 war Stichtag und man tauschte mit dem Freundeskreis noch letzte wichtige Informationen aus, so einigte ich mich mit Twailer auch noch eben darauf, dass sie nackt zum Abiball erscheint und ich in Jogginghose sowie bauchfreien Top kommen werde, bevor ich dann auch schon gegen 16Uhr mit meiner Begleitung, bestehend aus Mutter und einer Freundin der Familie, ins gelbe Ungetüm stiegen und uns ins Estrel nach Neukölln fahren ließen. Dank durchgängigen 70+ KmH und das Verzichten auf jegliches Blinken, trafen wir in etwa 16:45Uhr vor Ort ein. Der Eingangsbereich war zu diesem Zeitpunkt auch schon gut gefüllt und das Schaulaufen konnte beginnen. Minh












Es dauerte auch nicht lange bis ich die ersten Freunde, namentlich Nick, Frank und Rene, ausmachte. Kleine Randnotiz: Frank war wohl der erste vor Ort, weil er wie ein „Tokio Hotel“-Groupie schon um halb 3 losgefahren ist. Gegen 17:00 Uhr ließen wir uns dann mit der Menge Richtung Eingang treiben und organisierten uns die ersten Sektgläser beim Sektempfang.
Wiebke mit Freund Erik

Dreißig Minuten später hieß es für die Eltern und alle anderen Begleitungen den Saal zu verlassen und schonmal in den Hauptsaal für den Abend zu wechseln, während wir uns, durch Pappschilder und einem 1-Euro-Megafon von Kik(mit entsprechender Qualität) organisiert, auf unserem Jahrgangsfoto sowie Fotos mit unseren Leistungskursen verewigten.
Sartre-Jahrgangsfoto 09






In der darauffolgenden halben Stunde, bekamen wir die Anweisungen in welcher Reihenfolge wir einzulaufen und in welche Reihe/auf welchen Platz wir uns zu setzen hätten und standen uns ewig die Beine in den Bauch bis es dann letztlich losging. Begleitet vom Blitzlichtgewitter und Applaus(Ja Gil, es heißt Applaus nicht Erblaus, dieses Wort wirst du auch im Duden finden!) der Angehörigen bezogen wir Position auf unseren Plätzen vor der Bühne.

Kurz darauf konnte es dann auch schon losgehen und die Gastgeber Phillip und Conni betraten die Bühne um den Abend einzuleuten und alle herzlich willkommen zu heißen. Abgelöst wurden die zwei von unserer Stellvertretenden Schulleiterin, Frau Pusch, die uns nun mit ihrer Abschlussrede aus der Schule entließ und einfach zur richtigen Zeit die richtigen Worte fand(übrigens haben wir nicht, wie im Matheunterricht abgemacht, miteinander getanzt *grml*). Die nächste Stunde wurde bestimmt durch die Ausgabe der rund 200 Abiturzeugnisse - u.a. ein 1,1er und ein 1,2er Abitur - und der Eröffnung des Buffets. Rene bei der Abivergabe mit Beckerfaust und Pornobrille
Doch bevor wir uns auf die Leckerein stürzten, die uns das Estrel-Team zubereitet hatte, machten wir uns zu unseren Familien auf und mussten an diesem Punkt feststellen, dass die Sitzordnung nicht ganz optimal war. Irgendwie saßen nahezu alle Freunde komplett an den anderen Ecken des Saals. Ich kann mich noch an einen Teil einer Konversation mit Twaili erinnern:
H:„Wo sitzt du Twaili?“ Tw: „An Tisch 1.“ H: „Oh gut, dass ich 78 Tische weiter sitze“

Wie gesagt, das Buffet war eröffnet und ich ging als Späher und Vorkoster für meine Mom vorraus. Die nächsten anderthalb Stunden ging ich eloquent an allen Salaten vorbei und aß mich durch sämtliche in Lachs eingebettet Tagliatelle und Reis in Kombination mit Pute und Currysauce. Sarah-Sophie mit mir Zwischendurch traf ich dann auch meine süße Sarah-Sophie, die befürchtete von hier auf jetzt aus ihrem Kleid zu platzen, es aber dann doch nicht tat.

Gegen 21:30 ging es weiter im Programm mit unserem Abifilm, der kleine Interviews mit unseren Mitschülern zeigte, unter anderem Josie und Robert. Des Weiteren beinhaltete dieser Film viele schöne Impressionen von unserem Abistreich, doch die beste Stelle für mich persönlich gab es dann doch bei den Interviews. Die Frage des Interviewers lautete: „Hast du oft die Schule geschwänzt?“ und es war einfach soooooo obvious und inevitable wie es Agent Smith ausdrücken würde, dass als erstes Gesicht, als erste befragte Person Manu zu sehen sein wird. Der werte Herr, der in gut 5% aller PW-Stunden neben mir saß und, so munkelt man, das „Schulschwänzen“ als Olympische Disziplin einführen will, um selbst als unbesiegter Champ dieser Sportart in die Geschichte einzugehen.
Anschließend an das Video folgte eine Schülerrede von Franz und Mareike, die ein wenig über die vergangen Jahre philosophierten und dabei nicht selten das ein oder andere Mal verdächtige Parallelen zu meinem Blogpost hatten! *hihi*

Gegen 22Uhr wurde die Tanzfläche für die Standardtänze freigegeben, das Ganze wurde angeführt von einem eingeladenen Tanzpaar, das auch direkt schon geschwind übers Parkett fegte und wenige Minuten später von der restlichen Sippe begleitet wurde. Zur gleichen Zeit wurden die Türen des Estrels auch für Freunde und Bekannte geöffnet, die für ein paar Euro nun auch an der Veranstaltung teilnehmen durften. Erfreulicher Weise kamen auch alle Atzen mit ihren Ladys und stießen zu uns. Die Damen sahen traumhaft aus wie eh und jeh und auch die Atzen bewiesen Stilsicherheit. v.l.n.r.: Herf, Steffi, Rene, Lotti, Tim, Jenna, Sissi, Lucas, Marian, Rohde, Roman Mit Sissi, Jenna, Lotti, Timbo, Roman, Rohde, Lucas und Marian war unsere Gruppe nun auf eine beachtliche Größe angestiegen und war selbstverständlich als tighte Dancebattlecrew konkurrenzfähig auf der Tanzfläche. Kurz noch an der Bar druckbetankt hieß es dann auch schon „Abmarsch Richtung Dancezone“ und los ging es.




Mit einer Kombination aus genialem Rhytmusgefühl von uns und sagen wir es mal so.. bescheidener Musik von DJ Waldemar und Jürgen wurden die nächsten Stunden ziemlich spaßig, u.a. legte ich mit Wendy doch noch einen Standardtanz hin Wendy und Freundund auch Jenna und Sarah-Sophie wurden mir ausgeliehen, um mit ihnen eine heiße Sohle aufs Pakett zu zaubern. Ich möchte mich hier auch nochmal, wenn auch sehr verspätet, dafür bedanken, dass ihr alle gekommen seid auch wenn viele von euch Verpflichtungen in den frühen Morgenstunden nachkommen mussten, selbst Marian, der nur für ca. 1 1/2h kommen konnte, fuhr extra nach Neukölln. L.O.V.E.

Gegen Mitternacht in etwa wurde dann die Auszeichnung für den Abiballkönig/die Abiballkönigin verliehen und sollte letztlich an Phillip und Ita gehen, Gratulation. Haben sich ja die mittlerweile ca.10Jahre „in-meinem-Fame-baden“ für dich ausgezahlt Ita *möp*

Nachdem wir noch einen Tisch dort zerlegt haben, entschieden wir uns zwischen 2:30-3:00 Uhr den Abend zu beenden und die Heimreise anzutreten. Gesagt, Getan: Rene, Lucas, Renes Püppi Steffi und ich waren der Meinung, dass der schnellste Weg nach Hause der durch die Hölle sein würde und stiegen erneut in ein Taxi. Das Ende unserer Fahrt bedeutete aber noch nich gleich das Ende des Abends, denn der sollte mir auf ne ganz andere Art und Weise im Gedächtnis bleiben.

Prost!










Als wir Helle Mitte ausstiegen, beklagte sich Stüppi über ihre schmerzenden Füße und flehte Rene daraufhin an, sie doch bis zu Rene(ca.600m entfernt) zu tragen. Rene willigte dann auch ein und der Spaß began: Wie es nicht besser in einer Szene aus Pat und Patachon hätte sein können, versuchten Steffi und Rene mehrfach vergebens in die Huckepack-Stellung zu kommen – ein Bild für Götter.

Die Abifahrt-Berichte folgen. So far, stay tuned..

Motherbird Out.

Sonntag, 28. Juni 2009

One Step closer to the Edge..

Viele Wochen sind vergangen doch nun findet mein Blog seine Fortsetzung. Vorab: Danke an alle Freunde und Bekannte, die meinen ersten Post gelesen haben. Es gab durchweg positives Feedback, einzig allein die Länge von 2.500 Wörtern wurde teilweise bemängelt und wird von nun an auch selten so ein Ausmaß erreichen. Auch die Besucherzahlen sind von etwa 90 auf über 400 gestiegen, great success.
Wie angekündigt werde ich dieses Mal ein wenig durch die Zeit reisen, um die Vergangenheit aufzurollen und in die Zukunft zu gucken.

So fing alles an kindheit

Letzte Woche war es soweit: Der Tag der Abiergebnisse – Doomsday für viele tausend Berliner. Dreizehn Jahre haben wir darauf hingearbeitet, um endlich unseren Abschluss für die höchste Oberschulenform zu erhalten. Dreizehn Jahre voller Blut, Schweiß und Tränen. Unzählige Stunden Freizeit mussten für das Lösen von mathematischen Problemen, das Lernen von Vokabeln in etlichen Sprachen und das Erstellen von Plakaten und Präsentationen geopfert werden. Jeder von uns wird in seiner Schulzeit das ein oder andere mal die Schule verflucht haben und sicherlich nicht nur gute Erinnerung mit ihr verbinden. Sei es durch eine schlechte Note oder einen peinlichen Auftritt. Und da ich mich da sicherlich nicht ausschließe, werde ich einige meiner persönlichen Lieblingserinnerungen mit euch teilen.

Zu den wohl peinlichsten Momenten gehörte ein Auftritt von mir bei einer meiner zahlreichen Sportwettbewerbe für die Schule. Ich nahm während meiner Schulzeit an einigen Sprint-, Staffel-, Crosslauf- und Hochsprungwettbewerben teil, jedoch blieb mir keins davon so schmerzhaft in Erinnerung wie ein Hochsprungwettkampf vor einigen Jahren an der Sartre-Oberschule. Einige Wochen vor dem Wettkampf war lehrplanbedingt Hochsprung an der Reihe und so qualifizierten wir uns fürs Turnier, damals noch im Klassenverband. Ich war gut in Form und sprang sicher mit einigen wenigen die 1+. Ein wenig aus der Übung aber dennoch top motiviert und arrogant wie eh und jeh, trat ich nun mit Max, Rico & Jan(glaube ich) zum Wettkampf an und… versagte. Ich kam nicht über die Stange. „Mein Gott, irgendwann ist halt für jeden Schluss“
werdet ihr jetzt denken. Naja, wie gesagt, ich versagte.

Ich lief an, ich sprang, ich riss. Alle anderen Wettkämpfer guckten verdutzt und fragten sich in diesem Augenblick sicher schon, was ich denn dort zu suchen hätte, denn ich schaffte es auch in den darauffolgenden Versuchen nicht über die Höhe zu kommen. Über die Starthöhe, über die Höhe die ein 5jähriges Kind meistern würde, eine Höhe für die man mich um vier Uhr nachts wecken könnte, um sie mit verbundenen Augen und einem amputierten Bein leichtfüßig über die Stange schwebend zu meistern. Jeder sprang höher, doch ich fiel am tiefsten. Damit war der Wettstreit um die Krone der Lüfte für mich in der 1.Runde vorbei, wo die anderen Springer noch nicht einmal richtig aufgewärmt waren.

Geniale Momente, die mir noch in Erinnerung geblieben sind und die wir, hauptsächlich aus der alten 11/2, gelegentlich mal auskramen um eine Runde zu lachen, gibt es viele. So schauen wir alle auf eine jahrelange Diktatur von Frau Hesse als Mathe-,Physik & Klassenlehrerin zurück. So schrieben wir vor vielen Jahren den legendären Kühlschranktest in Physik, der seit diesem und bis zum heutigen Tage als Runninggag dient. Ein Test, der in dieser Form nie hätte geschrieben werden dürfen. Sie sagte „lernt das, das und das, aber auf keinen Fall den Kühlschrank, denn der kommt _nicht_ dran“ aber schrieb einen kompletten Terrortest über den Kühlschrank. Typisch Frau: sagt sie Nein, meint sie Ja. Wir rächten uns einige Zeit später, indem wir einen Mathetest schrieben, bei dem wir alle die Lösungen schon vorher kannten. Der beste Test meines Lebens.

Sie war generell immer für einen Spaß zu haben, so auch als wir gemeinsam als Klasse eine Wochenendfahrt machten. Es war gutes Wetter und wir entschieden uns alle dazu, mit den Ruderbooten über den nahegelegenen See zu fahren. boot12
Die ersten Boote mit jeweils einer Besatzung von drei bis vier Schülern waren bereits unterwegs, als auch René und ich uns dazu entschieden, nun endlich los zu paddeln.

Zwei Boote waren übrig, wir setzten uns in eines und wollten ablegen als uns unsere geliebte Frau Hesse einen Strich durch die Rechnung machte. Sie forderte uns eindringlich auf, das andere Boot zu nehmen, denn das stehe ein „wenig“ unter Wasser und könnte von uns Jungs ja mit Leichtigkeit wieder fahrtüchtig gemacht werden, während sie derweil lieber das trockene Boot in Anspruch nimmt. Das ganze war natürlich recht lustig, waren ja schließlich auch nur nen paar Tröpfchen, kaum der Rede wert quasi. *zirp*
boot2²

Mittlerweile ist die Frau nach Italien ausgewandert, unsere Rache an den Italienern für die WM 2006. MUHAHAHA! *laughs evily*

Eine andere Lehrerin hielt uns auch immer auf Trab.
Der Captain, wie wir Frau Huck nannten, peitschte uns jahrelang durch die Weltgeschichte und unterrichtete uns parallel dazu auch noch im Fach Deutsch.





Ich stieg in dieser Zeit zum Mobbingopfer Nr.1 in der Klasse auf, denn Frau Huck hatte irgendwie das Verlangen mich jede, wirklich jede verdammte Stunde dazu aufzufordern die Hausaufgaben vorzutragen. So konnte der Rest der Klasse chillen und schon mit erwartungsvollem Blick zur letzten Reihe nach hinten schauen, um die Fassungslosigkeit in meinem Gesichtsausdruck zu sehen, wenn ein weiteres mal Frau Hucks Damoklesschwert mit den untermalenden Worten „Hm, wer kommt denn heute ran? Ah, Kevin H²(only god knows why H²)“ über mir kreiste.

Es gibt natürlich noch unzählige Anekdoten, die ich erzählen könnte, aber die sicherlich auch den Rahmen sprengen würden. Zu diesen Erfahrungen, die ich definitiv nicht missen will, gehören die epischen Sportmatches mit Herrn Hesse, "Renés+Herfschen AliciaKeys/CandyShopremix" oder auch unsere Klassenfahrt nach Italien, gerade der übergeile letzte Abend, nicht wahr Max, Rohrbeck & Julia? Auch unser Aufenthalt in der Schweiz für das Viertelfinalspiel Deutschland gegen Argentinien der WM2006, in dem auch der legendäre Zettel im 11m-Schießen zum Einsatz kam sowie unser Kampf gegen gefräßige Spatzen, die uns unsere Burger bei McD wegsnackten, bleiben immer in Erinnerung.

In der Schulzeit hat man unzählige Bekanntschaften geschlossen und tolle Momente erlebt. Gerade das letzte Schuljahr war trotz Abistress einfach nur genial. Ich persönlich habe in diesen zwei Semestern wunderbare Menschen kennen und lieben gelernt. Jahrelang nebeneinanderher gelebt und doch erst im Endspurt der Schulzeit zueinander gefunden, aber lieber spät als nie.
Ein Dankeschön geht hier vor allem an Twaili, Sarah-Sophie, Miss Sophie, Noni, Wiebke und Wendy.

Doch genug in alten Erinnerungen geschwelgt, richten wir den Blick nach vorne! Heute feiert der Mauerfalljahrgang der Sartre-Oberschule ihren Abiball und wird Familie und Freunde zusammenführen, um die letzte Seite des Kapitels „Schulzeit“ zu schreiben. Aber mitnichten is damit das Buch abgeschlossen, denn ein neues Kapitel beginnt zugleich. Dreizehn Jahre Schule sind vorbei und wir haben unser Abi in der Tasche. Egal ob man sich für ein Studium oder eine Ausbildung entschieden hat, es bedeutet wohl oder übel, dass sich ab diesem Punkt auch die Wege der engsten Cliquen zum Teil trennen werden. Nur in den seltensten Fällen werden alle in Berlin ihr Zukunftsglück finden. Während es einige hoch in den Norden oder in andere Großstädte zieht für die perfekte Ausbildung, wechseln andere komplett den Kontinent und probieren ihr Glück auf der anderen Seite des Globus z.B. in Australien. globus
Diese Zeit bedeutet also auch in gewisser Hinsicht Erwachsenwerden und hat vielleicht zur Folge, dass man die eigenen Träume wie Seifenblasen vor einem zerplatzen sieht, wenn man merkt, dass man zum Beispiel seinen Traumberuf nicht ausüben kann, sei es durch die fehlenden finanziellen Mittel, das Umfeld oder weil die eigene Qualifikation nicht ausreicht. Aber auch diese Etappe werden wir meistern und letztlich irgendwie unseren ganz eigenen Weg gehen...


Der nächste Post, wird nächste Woche folgen und sich mit dem Abiball befassen. Stay tuned.

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