Filmkritik

Donnerstag, 20. Februar 2014

Filmkritik / Review Stromberg Der Film

Filmkritik / Review
Stromberg – Der Film (Trailer)

Seit nunmehr 10 Jahren kopieren Ralf Husmann und Brainpool Stromberg erfolgreich die britische Comedy-Fernsehserie von und mit Ricky Gervais. Während es das Originalformat nur auf zwei Staffeln geschafft hat, gab es in Deutschland fünf Staffeln, die über die Jahre eine große Fanbase aufbauen und vor allem halten konnten. Während zu Beginn der Serie die baldige Absetzung auf Grund fehlender Zuschauerzahlen drohte, hielten die Verantwortlichen trotzdem an dem Konzept fest und brachten Stromberg zurück auf die Erfolgsspur. Allen voran machte sich Christoph Maria Herbst in seiner Rolle als zynischer und politisch-unkorrekter Abteilungsleiter der Capitol Versicherung bei den Deutschen unsterblich und so kam bereits vor einiger Zeit die Idee auf, einen Kinofilm auf die Leinwand zu bringen. Ursprünglich angedacht als eine Art Einleitung zur 4.Staffel, musste man schnell aus finanziellen Gründen die Planung vorerst auf Eis legen und zum Serienalltag zurückkehren. Ein paar Jahre später entwickelte sich ein Finanzierungsmodell, mit dem bislang niemand in Deutschland gerechnet hat – das Crowdfunding. Nach einer Woche, von angesetzten drei Monaten, investierten tausende Fans das benötigte Geld und ebneten mit diesem Pioniergeist den Weg für Papas großen Auftritt, der die Geschichte nach der 5.Staffel weitererzählt und Stromberg das verdiente Ende bescheren sollte. Ich habe mich am Dienstag zur Premiere ins Kino begeben und war zusammen mit 114 anderen Kinos in Deutschland live zugeschaltet zum roten Teppich in Köln. Viele Interviews und Blödelein mit Joyce und Steven Gätjen später, konnte der Film endlich beginnen.

Storyanriss:
Die CAPITOL feiert 50jähriges Bestehen und lädt alle Mitarbeiter zu einer großen Firmenfeier ein. Während Ernie (Bjärne Mädel) sich akribisch auf die Feierlichkeiten vorbereitet, weil er sich vor Ort für einen Job in der Firmenzentrale bewerben will, verbietet Stromberg zunächst der gesamten Abteilung zum Jubliäum zu fahren. Als er jedoch durch Zufall von einer möglichen Schließung der gesamten CAPITOL-Niederlassung erfährt, will auch er sich einen Job in der Zentrale sichern und organisiert kurzerhand den Trip für sich und seine Kollegen. Neben Ernie sind natürlich auch Kollegenpaar Ulf (Oliver Wnuk) und Tanja (Diana Staehly) samt Pflegesohn Marvin sowie Bernd Strombergs Lieblingskollegin Jennifer „Schirmchen“ Schirrmann (Milena Dreißig) dabei, die vor Ort alle mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. Auf den Festlichkeiten liefern sich Ernie, Stromberg und dessen ehemalige Chefin Tatjana Berkel (Tatjana Alexander) ein Duell um die Gunst der Entscheidungsträger. Das es hierbei nicht immer mit fairen Mitteln zugeht, kommt nicht überraschend.

Firmenfeiern sind wie das letzte Abendmahl. Immer zu wenig Weiber, das Essen ist schlecht und am Ende gibt’s Ärger.

Fazit:
Für mich, der die Serie nicht intensiv verfolgt hat, war interessant, ob der Film so auch funktionieren würde. Und verdammt: JA! Er tut es und das sehr gut. Ein voller Kinosaal mit Stromberg Fans machte diesen Filmabend zu einem tollen Erlebnis. Selten wurde so viel und so laut gelacht und geklatscht während meiner Kinobesuche. Genau für solche Momente habe ich mich für die Kinoflat entschieden, denn als Nichtfan und mit einer gewissen Grundskepsis zu deutschen Filmen, wäre ich unter normalen Umständen wohl nie für Stromberg ins Kino gegangen. Und ich hätte hier einfach was verpasst. Die gewisse Metaebene die durch den dokumentarischen Stil aufgebaut wird und uns einfach auch so realistisch die Firmenfeier einer Versicherung darstellt, funktioniert im Kino genauso gut wie im Fernsehen. Schon letztes Jahr bewies Bora Dagtekin mit Fack ju Göhte, dass es in Deutschland nicht nur noch Schweighöfer und Schweiger gibt und man mit einer guten Komödie durchaus die Spitze der Charts in Deutschland gegen die übermächtige internationale Konkurrenz verteidigen kann. Somit freut es mich umso mehr, dass mit Stromberg ein guter Film produziert wurde und die Fans und Investoren sicherlich zufrieden mit dem Ergebnis und dem Abschluss dieser 10jährigen Ära sein können.

Film: 3,0/5
Kinoerlebnis: Aufwertung um +1
Empfehlung: Kino mit Freunden wäre perfekt.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Filmkritik / Review Homefront

Filmkritik / Review
Homefront (Trailer)

Homefront
Eieiei, ein neuer Statham-Actioner erblickt das Licht der Welt und ich hatte richtig Bock drauf! Stumpfe, aber sehr stylisch-choreographierte Action ist sein Steckenpferd aber das muss ja nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, oder? Nicht jeder Film muss Arthouse-Ansprüche erfüllen, sondern kann auch einfach mal leichte Kost für zwischendurch sein und trotzdem gefallen. Während er mit Bube, Dame, König, grAS, The Transporter, The Italian Job, Snatch oder auch Crank bewies, dass es durchaus eine Nische für ihn gibt, hatte er auch mit beispielsweise Ghosts of Mars oder The One paar gute Gurken in seiner Vita. Doch wo kann sich Homefront einordnen?

Storyanriss:
Zu Beginn der Geschichte sehen wir unseren Hauptprotagonisten Phil Broker (Jason Statham) wie er Undercover für die DEA einen Drogenring hochnimmt und mit ansieht, wie der Sohn des Gangchefs Danny T erschossen wird. Kurz darauf verabschiedet er sich aus dem aktiven Dienst und versucht sich mit seiner Tochter ein ruhiges Leben in einer Kleinstadt aufzubauen und den Tod seiner Frau zu verarbeiten. Doch der Frieden hält nicht lange als es sich Broker mit der Schwester des dort ansässigen Drogenbosses Morgen „Gator“ Bodine (James Franco) verscherzt. Dieser bricht in Brokers Haus ein und findet dabei Unterlagen über Phils DEA-Vergangenheit, die er für sich nutzen will um, mit Hilfe seiner Freundin Sheryl (Winona Ryder), einen Deal mit dem rachsüchtigen Danny T auszuhandeln. Weitere Konflikte sind vorprogrammiert und es wird im Fortschritt der Geschichte immer persönlicher!

Du gehst wie ein Cop. Du kämpfst wie ein Cop. Du stinkst sogar wie ein Dreckscop.

Fazit:
Während ich noch bei Snitch ein wenig gelangweilt vom langsamen Pacing war und mir ein stückweit mehr Action mit Dwayne Johnson gewünscht hätte, fand ich bei Homefront die Mischung gelungener. Etwa Zweidrittel des Films schlugen einen eher ruhigen Pfad ein, bis Jason Statham wieder beweisen konnte, warum er zur aktuellen Topriege der Actionstars gehört – wenn auch dieses mal ohne Anzug und Schlips. Homefront ist kein schlechter Film aber sticht auch nicht wirklich aus der Masse heraus um ein mehrmaliges Angucken zu rechtfertigen. Vorab habe ich mich vor allem auf James Franco als lokalen Drogenboss gefreut, der mir in den Trailern deutlich mehr zusagte, als sein lächerlich wirkender Alter Ego aus Spring Breakers. Diese Cornrows und Grillz, oh man! Doch leider blieb seine Rolle, nicht etwa die Leistung James Francos, zu blass und verschenkte viel Potential. Mit diesen Abzügen bleibt nur zu sagen, dass Homefront deutlich unter meinen Erwartungen blieb.

Film: 1,5/5
Kinoerlebnis: kein Profit
Empfehlung: Kino? Nein. DVD/Free-TV? Vielleicht.
Tipp: Gebt euch lieber Walking Tall mit The Rock und Johnny Knoxville, für mich der bessere Homefront

Sonntag, 16. Februar 2014

Filmkritik / Review Die Eiskönigin / Frozen

Filmkritik / Review
Die Eiskönigin – Völlig unverfroren // Frozen (Trailer)

Seit dem 17. Januar ist Disney mit ihrem eigenen TV-Sender nicht nur zurück auf den deutschen Flimmerkisten, sondern auch wieder in aller Munde. Gibt es eigentlich Menschen, die Walt Disneys Gesamtwerk nicht mögen? Ich kann es mir kaum vorstellen. Während das Disney-Franchise schon lange als Talentschmiede in Amerika gilt und regelmäßig Kinderstars groß rausbringt und sich seit wenigen Monaten an einer neuen Star Wars Trilogie versucht, lieben wir sie doch eigentlich für etwas anderes - unserer tollen Kindheit. Über viele Jahrzehnte lassen die Studios Kinderherzen höher schlagen mit ihren Klassikern wie Der König der Löwen oder Die Schöne und das Biest. Bereits zu Weihnachten des letzten Jahres erschien unter der Regie von Chris Buck (Tarzan) das neueste Werk Die Eiskönigin – Völlig unverfroren. Darf man den Zahlen vertrauen, ist die Eiskönigin schon jetzt einer der erfolgreichsten Filme des Walt Disney Teams ever, ever, ever.. und so habe auch ich mich glatt ins eiskalte Abenteuer für Groß und Klein gestürzt.

Storyanriss:
Elsa und Anna sind Geschwister und Prinzessinnen des Königreiches Arendelle. Elsa besitzt die Fähigkeit Schnee und Eis zu erzeugen und verletzt bei einer Spielerei versehentlich ihre Schwester Anna. Anna droht der Tod, wird jedoch durch die Magie der Trolle geheilt und jegliche Erinnerung an Elsas Kräfte genommen. Daraufhin lebt Elsa abgeschottet von ihrer Schwester um sie nicht in Gefahr zu bringen, bis sie eines Tages nach vielen Jahren zur Königin gekrönt werden soll. Bei den Festlichkeiten gibt es jedoch einen emotionalen Vorfall der Elsas Kräfte für das gesamte Volk und Anna sichtbar macht. Königin Elsa flüchtet in die Berge und verwandelt den Sommer in den ewigen Winter, woraufhin sich ihre Schwester auf eine abenteuerliche Reise begibt um sie zurückzubringen. Unterstützung findet sie hierbei beim Eislieferanten Kristoff, seinem besten Freund Rentier Sven und Schneemann Olaf.

Ich bin Olaf und ich liebe Umarmungen!

Fazit:
Super! Klasse Disney-Film und ein großer Spaß für die Famile. Der Film überzeugt vor allem durch tolle und liebevolle Charaktere, Witz & Charm, skandinavischen Landschaften und dem wie üblich starken Soundtrack. Allein der hochsympathische und liebevolle Schneemann Olaf, im Deutschen gesprochen von Hape Kerkeling, macht den Film rundum zu einem spaßigen Erlebnis. Die Nostalgiebrille macht die Disney-Klassiker für mich zwar immer noch besser, aber objektiv betrachtet ist Disney mit Die Eiskönigin ein würdige Nachfolger gelungen, den man nicht verpassen sollte, wenn man sich das innere Kind bewahrt hat und es hin und wieder mal gerne an die Oberfläche lässt.

Film: 3,5/5
Kinoerlebnis: Aufwertung +0,5
Empfehlung: Familientag! Ob im Kino oder DVD ist hierbei ganz egal.

Freitag, 14. Februar 2014

Filmkritik / Review 47 Ronin

Filmkritik / Review
47 Ronin(Trailer)

Es sollte Keanu Reeves erfolgversprechende Rückkehr auf die große Kinoleinwand werden, doch entpuppte sich als finanzieller Flop an den Kassen - doch auch inhaltlich?

Regisseur Carl Rinsch und Hauptdarsteller Keanu Reeves nahmen sich bereits vor einigen Jahren des Stoffes um die legendären 47 Ronin an. Der Film basiert lose auf eine wahre Begebenheit, wurde jedoch stark für das westliche Publikum „hollywoodisiert“ und zu Beginn des Jahres dem breiten Publikum präsentiert. Von den Kritikern abgestraft, wollte ich mir dennoch ein eigenes Bild vom Film machen und nutzte die rote Pille in Form meiner Kinoflatrate um mit Keanu Reeves in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus einzudringen. Bedenke, alles was ich dir anbiete ist die Wahrheit, nicht mehr.

Storyanriss:
Der Film verfolgt die Geschehnisse aus der Sicht von Kai (Keanu Reeves), der zu Beginn in einer Rückblende von Fürst Asano in einem Wald gefunden und verschont wird. Asano und seine Tochter Mika (Ko Shibasaki) päppeln den verwahrlosten Kai wieder auf, woraufhin dieser ewige Treue und Dankbarkeit gegenüber Asano und Mika schwört. Kai muss aber auf Grund seiner Herkunft außerhalb des Dorfes im Schatten der Gesellschaft leben. Über die Jahre entwickelt sich zwar ein inniges Verhältnis zwischen Mika und Kai, welches jedoch unter keinem guten Stern steht, weil der gesetzlose Krieger von Asanos legendärer Samurai-Gefolgschaft verachtet und nicht akzeptiert wird. Fürst Asanos Volk bereitet sich derweil auf das jährlich stattfinde Kampfturnier, ausgerufen von Shogun Tsunayoshi, vor, in dem die mächtigsten Fürsten des Landes ihre stärksten Kämpfer im Rahmen großer Festlichkeiten gegeneinander antreten lassen. Im Verlauf des Turniers fingiert Fürst Kira (Tadanobu Asano) einen Angriff des vergifteten Asanos auf sein Leben und sorgt so dafür, dass Asano zum Wohl seines Volkes und der Wiederherstellung der Ehre den Freitod durch Seppuku wählt. Kira bekommt daraufhin die Länderein Asanos, die Erlaubnis nach einem Jahr Trauerphase Mika zu heiraten und entmachtet sowie verbannt die Samurai, die sich nun in Japan verstreuen müssen. Im Verlauf des Films verbünden sich Kai und der Anführer der Samurai, Oishi (Hiroyuki Sanada), trommeln die ehemaligen Samurai zusammen und versuchen nun als die 47 Ronin trotz aller Verbote den Tod Asanos zu rächen, dessen Ehre wiederherzustellen und seine Tochter Mika zu befreien.

Ich werde nach euch suchen in 1000 Welten und in 10000 Leben, bis ich euch finde.
Ich werde in jedem einzelnen auf dich warten.

Fazit:
Ich fand ihn besser als erwartet. Zugegeben, es ist kein Meilenstein der Filmgeschichte und wird sicherlich kein Klassiker, jedoch fand ich 47 Ronin durchaus unterhaltsam und konnte mich an der stellenweise guten visuellen Umsetzung erfreuen. Auch wenn dieser Film ohne Keanu Reeves funktioniert hätte, hat er eine solide Performance abgeliefert und ich habe mich gefreut ihn mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen und nicht bei Sharknado 2. Ohne viel zu spoilen, sei auch gesagt, dass ich das Ende sehr interessant und gut umgesetzt fand, denn es hat meine Erwartungshaltung an ein typisches Hollywood-Ende eben nicht bestätigt.

Film: 2/5
Kinoerlebnis: Aufwertung um +0,5
Empfehlung: DVD oder Free-TV für einen verregneten Sonntagnachmittag

Donnerstag, 13. Februar 2014

Cin(e)vasion

.. der Vorhang schiebt sich zur Seite, Lichtquellen werden auf ein Minimum gedimmt, letzte Nachzügler suchen mit einem Kinoticket in der einen und einer überteuerten Familienpackung Popcorn in der anderen Hand ihre Sitzplätze. So oder so ähnlich sieht es aus, wenn ich einem meiner Lieblingshobbys nachgehe: Filme gucken, vor allem im Kino. Kinobesuche sind für mich eigentlich immer etwas Besonderes. Nicht falsch verstehen! Auch DVD-Abende sind klasse, ob allein an einem verregneten Sonntagnachmittag, in gemütlicher Zweisamkeit oder mit den besten Freunden. Alle Varianten haben durchaus ihre Argumente, jedoch hat ein Kinobesuch für mich immer noch eine speziellere Dynamik.

Wenn man sich mit seiner Begleitung auf einen Film geeinigt hat, beginnt erst mal das große Philosophieren über die negative Entwicklung der Ticketpreise und während man sich auskotzt, schleicht man mit rollenden Augen und tiefen Seufzern an sämtlichen gierig schauenden Popcornverkäufern, die einem das letzte Geld aus den Taschen leiern wollen, vorbei zum Saal. Doch anstatt endlich den gewünschten Film gezeigt zu bekommen, darf man sich erst mal eine halbe Stunde Werbung reinziehen.

Viele werden sich jetzt denken.. „oh man, lohnt sich alles ja eh nicht und ist total nervig!“ ..doch für mich trifft das nicht zu. Zugegeben: die Preispolitik vor allem bei Essen&Trinken ist nicht nachzuvollziehen, den Punkt gebe ich euch. Doch die Werbung ist für mich irgendwie ein wichtiger Bestandteil des Kinos. Sie ist häufig kreativer als die gängige Werbung im TV und durch die Filmtrailer hat man direkt neue Filme auf seiner Wunschliste. Sicherlich sind viele Filme den teuren Ticketpreis nicht wert und vor allem ist es stellenweise eine Farce gezwungen zu werden manche Filme in 3D sehen zu müssen, bei denen der Effekt super schlecht genutzt wird und zusätzlich häufig keinen Studentenrabatt bekommt. Aber man muss auch sehen, dass sich die Kinos trotz schwieriger Zeiten in den letzten Jahren mit vielen Aufrüstungen wie verbesserte Leinwände allgemein, für HFR, 3D oder Soundkinos den neuen technischen Ansprüchen und Anforderungen angepasst haben. Aus diesen Gründen ist eine Preiserhöhung durchaus nachvollziehbar aber selbstverständlich auch der Grund, warum man oft einen DVD-Abend vorzieht. Und da schließe ich mich selbst nicht aus.

Jedoch keimte ihn mir schon seit Jahren der Gedanke, den Spieß einmal umzudrehen. Statt nicht ins Kino zu gehen und Filme in mittelmäßiger Qualität zu gucken und womöglich coole Erlebnisse zu verpassen, wollte ich die Möglichkeit nutzen in jeden Film gehen zu können wie und wann ich will. Das bedeutet, nicht mehr ewig abwägen, ob man Film X wirklich im Kino gucken sollte, oder sich das Geld überhaupt lohnt, sondern vorab sich von all diesen Zwängen lösen und befreit genießen was Hollywood und Co. für uns produzieren. Doch wie schafft man das?

Man kann sich wie ich dafür entscheiden eine 1-Jahres-Kinoflat zu kaufen. Wer recherchiert wird feststellen, dass es praktisch nur ein Angebot dafür in Berlin gibt und das dieses einen ziemlich happigen Preis hat. Ja es ist teuer, aber es ist nicht unmöglich diese Investition von 400€ in Filme umzusetzen und sogar mehr dabei herauszuholen. Inbegriffen in diesem Angebot sind sämtliche Zuschläge für Überlänge, Wochenendaufpreis, 3D, HFR, Logensitzplätze sowie Specials wie Sneakpreviews. Für ein normales Ticket löhnt man schon mal gerne 8-13€. Gehen wir von etwa 10€ aus, sind das 40 Filme die ich gucken müsste verteilt auf 52 Kalenderwochen. Das klingt nicht nur machbar, sondern ist es auch.

Kino ist für mich auch immer Erlebnis. Ich denke gerne an die Vorstellungen zu Little Big Soldier auf der Berlinale oder The Wolf of Wallstreet zurück in denen ich zusammen mit dem Rest des Publikums Tränen gelacht habe oder das ein oder andere Paranormal Activity Sequel, in denen wir gemeinsam Frame um Frame des Bildes nach Auffälligkeiten absuchten, um dann letztlich doch den Jumpscares zu erliegen - herrlich. Von solchen Momenten wünsche ich mir mehr. Ich denke, dass das nächste Jahr so viele Kinoreleases bietet, die mich nicht nur mein Pensum schaffen lassen, sondern mir auch die gewünschten Momente liefern um das Projekt der Cin(e)vasion zum Erfolg zu machen.

So erwarten uns inhaltlich mit Filmen wie unter anderem American Hustle, 12 Years a Slave, Dallas Buyers Club oder Christopher Nolans neusten Streich Interstellar klasse Filme. Und auch für Fans des Effektkinos ist 2014 mit 300 Rise of an Empire, Noah, Transformers 4, The Amazing Spider-Man 2, Godzilla, X-Men Days of Future Past oder Planet der Affen Revolution genug Stoff vorhanden, den man lieber auf der großen Leinwand als im stillen Kämmerchen zu hause erleben will. Genauso freue ich mich auf Sin City 2 oder The Lego Movie und das ist nur ein kleiner Auszug von dem was uns erwartet in den nächsten 12 Monaten.

Ich möchte dieses kleine Experiment und die Frage, ob es sich gelohnt hat mit meinem Blog begleiten und so werde ich hier regelmäßig über die neusten Kinofilme schreiben und meine persönliche Einschätzung dazu abgeben. Natürlich freue ich mich wie immer ganz besonders auf mein Lieblingsereignis des Jahres – die Oscars. So werde ich ab Freitag, dem 21.Februar täglich einen nominierten Film aus der wichtigsten Kategorie Best Picture vorstellen und besprechen. Am 2.März, dem Oscarsonntag, wird es von mir noch meine persönlichen Einschätzungen und Tipps zu den begehrten Goldjungs geben.

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